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EU-US Privacy Shield
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Der EU-US Privacy Shield (auch EU-US-Datenschutzschild) umfasst informelle Absprachen auf dem Gebiet des Datenschutzrechts seit dem Jahre 2015 zwischen der EuropÀischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. Er betrifft Zusicherungen der US-amerikanischen Bundesregierung und einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission.cite-ref-0-1-0[1]cite-ref-2-2-0[2] Die Kommission beschloss am 12. Juli 2016, dass die Vorgaben des Datenschutzschilds dem Datenschutzniveau der EuropÀischen Union entsprechen.cite-ref-5-3-0[3]cite-ref-3-4-0[4]cite-ref-5[5]
Die Absprache regelt den Schutz personenbezogener Daten, die aus einem Mitgliedsstaat der EuropĂ€ischen Union in die USA ĂŒbertragen werden. Sie wurde notwendig, als der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) im Oktober 2015 die bis dahin angewendete Safe-Harbor-Entscheidung der EuropĂ€ischen Kommission fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rte.cite-ref-6[6]
Am 16. Juli 2020 erklĂ€rte der EuGH auch den Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission ĂŒber das EU-US Privacy Shield durch das Schrems-II-Urteil fĂŒr ungĂŒltig.cite-ref-7[7]
Der EU-US Privacy Shield wurde zwischen dem DurchfĂŒhrungsbeschluss der Kommission 2016 und der Entscheidung des EuGH 2020 angewendet.
Nachfolger ist das EU-US Data Privacy Framework, fĂŒr das die EuropĂ€ische Kommission im Juli 2023 den Angemessenheitsbeschluss angenommen hat. Der Angemessenheitsbeschluss kann ab diesem Zeitpunkt als Grundlage fĂŒr DatenĂŒbermittlungen an zertifizierte Organisationen in den USA dienen.cite-ref-bfdi-8-0[8]
Contents
âą Geschichte
âą Regelungen
âą Kritik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
Als Voraussetzung unterzeichnete US-PrĂ€sident Barack Obama am 24. Februar 2016 mit dem Judicial Redress Act ein Gesetz, das EU-BĂŒrgern eine Klagemöglichkeit in den USA eröffnet, die eine Verletzung des Datenschutzes geltend machen. Anders als amerikanische StaatsbĂŒrger muss man nach Wertung des ehemaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar dabei zunĂ€chst versuchen, seine Rechte auf dem Verwaltungsweg durchzusetzen.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]
Das Abkommen sowie begleitende europarechtliche BeschlĂŒsse und Regelungen wurden am 29. Februar 2016 veröffentlichtcite-ref-13[13]cite-ref-0-1-1[1] und in der Folge nur noch unwesentlich geĂ€ndert.cite-ref-14[14] Der Wortlaut der Texte wurde bei der Vorstellung der Regelungen bekanntgegeben.cite-ref-3-4-1[4]
Anfang Juli 2016 stimmten die meisten EU-Mitgliedsstaaten dem Datenschutzschild zu. Ăsterreich, Kroatien, Slowenien und Bulgarien enthielten sich. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea VoĂhoff erklĂ€rte, âinsbesondere im sogenannten kommerziellen Teilâ habe die Kommission zuvor âviele Forderungen der DatenschĂŒtzer berĂŒcksichtigtâ und den ursprĂŒnglich vorgelegten Entwurf abgeĂ€ndert. Es solle aber fĂŒr die DatenschĂŒtzer keine weitere Möglichkeit mehr zur Stellungnahme geben.cite-ref-2-2-1[2]
In der Ăbergangszeit orientierten sich amerikanische Unternehmen an den Standardvertragsklauseln nach Artikel 26 Absatz 2 der EU-Datenschutzrichtlinie von 1995, denen DatenschĂŒtzer der EU einst zugestimmt hatten. Auf dieses Vorgehen hatte die EuropĂ€ische Kommission verwiesen.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]
Die Kommission hat den Angemessenheitsbeschluss, wonach âdie Garantien fĂŒr die Ăbermittlung von Daten auf der Grundlage des neuen EU-US-Datenschutzschilds den Datenschutzstandards in der EU entsprechenâ,cite-ref-0-1-2[1] nach der Anhörung der Artikel-29-Datenschutzgruppecite-ref-0-1-3[1] am 12. Juli 2016 gefasst und den EU-Mitgliedsstaaten zugeleitet.cite-ref-5-3-1[3]cite-ref-3-4-2[4]
Am 16. September 2016 reichte die irische Organisation Digital Rights Ireland beim Gericht der EuropÀischen Union (EuG) eine Nichtigkeitsklage nach Art. 263 AEUV gegen den Angemessenheitsbeschluss der EuropÀischen Kommission zum EU-US Datenschutzschild ein.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Auch Netzaktivisten von La Quadrature du Net und das French Data Network FDN sowie FFDN leiteten entsprechende Verfahren ein.cite-ref-19[19]
Daher erklĂ€rte der EU-Justiz- und Verbraucherkommissar Didier Reynders im Mai 2020 im Schreiben EN E-001120/2020: âDie Kommission ist eine Partei in den zwei vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof anhĂ€ngigen Verfahren, die fĂŒr den Privacy Shield relevant sind (T-738-16, La Quadrature du Net und C-311/18, Schrems II). Zwar kann die Kommission das Ergebnis der Rechtsstreitigkeiten nicht vorhersagen, aber sie nimmt mögliche Szenarien in Augenschein [âŠ] Parallel setzt die Kommission ihre Arbeit bezĂŒglich alternativer Instrumente fĂŒr den internationalen Austausch personenbezogener Daten fort; dazu gehört auch die ĂberprĂŒfung bestehender Standardvertragsklauseln.â Der EU-Generalanwalt Ă€uĂerte vor der Verhandlung zur Geltung vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH) am 16. Juli 2020 erhebliche Zweifel an der GĂŒltigkeit des EU-US Privacy Shield-Abkommens.
Nach dem Wechsel zur Regierung Trump erklĂ€rte die EU-Justizkommissarin VÄra JourovĂĄ im MĂ€rz 2017, sie setze die Absprachen auĂer Kraft, falls die Bundesregierung der USA âetwas âsignifikantâ Ă€ndereâ. Die âUnberechenbarkeitâ der neuen Regierung sei âein Problemâ.cite-ref-20[20] In ihrem ersten Bericht zu Erfahrungen mit dem Abkommen erklĂ€rte sie im Oktober 2017, das Verfahren âfunktioniereâ und biete âweiterhin ein angemessenes Datenschutzniveauâ. Sie empfahl âVerbesserungenâ, darunter die AufklĂ€rung der EU-BĂŒrger ĂŒber ihre Rechte aus dem Datenschutzschild. Auch forderte sie, den Ombudsmann bald möglichst zu ernennen.cite-ref-21[21] Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Nichtregierungsorganisation Digitale Gesellschaft, Alexander Sander, widersprach der Stellungnahme der Kommission. Der Rechtsschutz fĂŒr EU-BĂŒrger sei unzureichend ausgestaltet.cite-ref-22[22]
Mit Urteil vom 16. Juli 2020 (Rechtssache C-311/18) erklĂ€rte der EuropĂ€ische Gerichtshof den DurchfĂŒhrungsbeschluss (EU) 2016/1250 der Kommission vom 12. Juli 2016 gemÀà der Richtlinie 95/46/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates ĂŒber die Angemessenheit des vom EU-US-Datenschutzschild gebotenen Schutzes fĂŒr ungĂŒltig.cite-ref-23[23] Datenschutzrechtlich Verantwortliche können sich seitdem bei Datentransfers zu Verantwortlichen oder Auftragsverarbeitern mit Sitz in den Vereinigten Staaten, die sich selbst nach dem EU-US Privacy Shield zertifiziert haben, nicht mehr auf die Angemessenheit des Datenschutzniveaus gem. Art. 45 DSGVO berufen.
Am 25. MĂ€rz 2022 erklĂ€rten EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und US-PrĂ€sident Joe Biden eine âgrundsĂ€tzliche Einigungâ ĂŒber eine weitere Privacy-Shield-Vereinbarung, ohne dass in den USA Ăberwachungsgesetze geĂ€ndert wurden.cite-ref-24[24] Zusicherungen der Exekutive können nicht eingeklagt werden. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten vom MĂ€rz 2022 hatte die HĂŒrden fĂŒr eine Vereinbarung weiter erhöht. Die US-amerikanische Bundesregierung erhielt mehr Spielraum bei der Berufung auf âStaatsgeheimnisseâ in SpionagefĂ€llen. US-amerikanische BĂŒrger und EU-BĂŒrger können nun schwerer eine geheime Ăberwachung in den USA vor dortigen Gerichten anfechten.cite-ref-25[25]
Am 13. Dezember 2022 hat die EU-Kommission einen Entwurf fĂŒr das Privacy Shield 2.0 veröffentlicht.cite-ref-26[26]
Regelungen
Der Privacy Shield umfasst in der Ende Februar 2016 veröffentlichten Fassung das Abkommen selbst, einen âAngemessenheitsbeschlussâ der EuropĂ€ischen Kommission und weitere Texte, die in das Gesetzgebungsverfahren der EU-Mitgliedsstaaten eingebracht werden sollen. Darunter sind GrundsĂ€tze zum Datenschutz, die von amerikanischen Unternehmen einzuhalten sind, sowie schriftliche Zusicherungen der US-amerikanischen Bundesregierung, die im US-Bundesregister zu veröffentlichen sind. Diese Zusicherungen enthielten âGarantien und BeschrĂ€nkungen fĂŒr den Datenzugriff durch Behördenâ.cite-ref-0-1-4[1]
US-amerikanische Unternehmen werden sich, wie zuvor bei der Safe-Harbor-Liste, wiederum in eine Liste eintragen um sich zu verpflichten, die diesbezĂŒglichen Verpflichtungen einzuhalten.cite-ref-27[27]
Die amerikanische Seite habe zur Ăberzeugung der EuropĂ€ischen Kommission zugesichert, wirksame AufsichtsmaĂnahmen gegen Unternehmen durchzufĂŒhren, die mit Sanktionen bewehrt sind, bis hin zur Streichung aus der Liste der begĂŒnstigten Unternehmen. Die Weitergabe von Daten an dritte Unternehmen sei nunmehr an strengere Voraussetzungen gebunden.cite-ref-0-1-5[1]
Die EU-Kommission erklĂ€rte, die amerikanische Regierung habe der EU ĂŒber das BĂŒro des Direktors der Nachrichtendienste schriftlich zugesichert, Zugriffe auf personenbezogene Daten von EU-BĂŒrgern aus GrĂŒnden der nationalen Sicherheit âklaren BeschrĂ€nkungen, Garantien und Aufsichtsmechanismenâ zu unterwerfen. EU-BĂŒrger könnten sich an einen Ombudsmann beim US-amerikanischen AuĂenministerium wenden, um VerstöĂen nachzugehen und prĂŒfen zu lassen, ob ein Unternehmen rechtswidrig handelte. Alle schriftlichen AuskĂŒnfte und ErklĂ€rungen der Ombudsstelle wĂŒrden im US-Bundesregister veröffentlicht.cite-ref-0-1-6[1]
EU-BĂŒrgern werden gegenĂŒber den US-amerikanischen Unternehmen AnsprĂŒche eingerĂ€umt. Beschwerden mĂŒssten die Unternehmen in 45 Tagen nachgehen. Im Streitfall gebe es ein Verfahren zur alternativen Streitbeilegung. Daneben können sich EU-BĂŒrger auch an ihre nationalen Datenschutzbehörden wenden, die gemeinsam mit der Federal Trade Commission Beschwerden nachgehen wĂŒrden. Unternehmen, die Personaldaten verarbeiten, mĂŒssen den Empfehlungen der nationalen Datenschutzbehörden der EU-Mitgliedsstaaten nachkommen; andere Unternehmen können sich hierzu freiwillig verpflichten.cite-ref-0-1-7[1]
Die EuropĂ€ische Kommission werde jĂ€hrlich einen Bericht ĂŒber die Erfahrungen mit dem Datenschutzschild erstellen und dem EuropĂ€ischen Parlament und dem EuropĂ€ischen Rat zuleiten. Die ĂberprĂŒfung werde von der Kommission gemeinsam mit dem US-Handelsministerium durchgefĂŒhrt. âSachverstĂ€ndige der US-Nachrichtendienste und der europĂ€ischen Datenschutzbehördenâ wĂŒrden ebenso beteiligt wie Nichtregierungsorganisationen und âsonstige Beteiligteâ, die zu einem Datenschutzgipfel eingeladen wĂŒrden.cite-ref-0-1-8[1]
Kritik
Das Abkommen â die amerikanische Presse sprach von einem âDealâcite-ref-28[28] â war von Anfang an erheblicher Kritik ausgesetzt. So wies Maximilian Schrems, der KlĂ€ger in dem Ausgangsverfahren, durch das die Safe-Harbor-Regelung zu Fall gebracht wurde, darauf hin, dass Zusagen der US-Bundesregierung kurz vor der PrĂ€sidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 âin keiner Weise eine ausreichende Grundrechtsgarantie fĂŒr Hunderte Millionen EuropĂ€er darstelleâ.cite-ref-1-9-1[9] Im Juli 2016 konkretisierte er seine Kritik in einem Interview im Deutschlandfunk. Es werde nach dem Inkrafttreten des Beschlusses ĂŒber den EU-US-Datenschutzschild keine wesentlich andere Rechtslage geben als zuvor unter der Geltung von Safe-Harbor: âDa steht genauso drin, US-Recht hat Vorrang, wenn US-Recht sagt, die Daten dĂŒrfen abgefangen werden, dann dĂŒrfen die abgefangen werden. [âŠ] Wenn man [âŠ] die Dokumente anschaut [âŠ], steht da ausdrĂŒcklich drin, dass es fĂŒr sechs FĂ€lle auf jeden Fall noch MassenĂŒberwachung gibt. Und dann ist es auch so, dass diese Definition, was MassenĂŒberwachung eigentlich ist, bei den Amerikanern ein bisschen skurril ist.âcite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Zusammen mit dem grĂŒnen Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht bezog Schrems parallel zu der Vorstellung des Privacy Shield am 12. Juli 2016 bei einer Pressekonferenz in BrĂŒssel Position gegen das Abkommen.cite-ref-31[31]
Der Privacy Shield wurde auch von 27 BĂŒrgerrechtsorganisationencite-ref-32[32] und von DatenschĂŒtzerncite-ref-33[33] abgelehnt. Moniert wurde vor allem, dass das Abkommen rechtlich nicht verbindlich sei. Es sei kein Vertrag, sondern nur eine Sammlung von Briefen. MassenĂŒberwachungsmaĂnahmen durch die Regierung der USA blieben zulĂ€ssig â ohne VerhĂ€ltnismĂ€ĂigkeitsprĂŒfung, was europĂ€isches Recht verletze. Betroffenen könnten ihre Rechte weiterhin nicht wirksam verfolgen, weil sie von der Ăberwachung nicht erfĂŒhren. Daher nutze ihnen auch kein Ombudsmann, der ohnehin ĂŒber die notwendigen Befugnisse nicht verfĂŒge.cite-ref-4-34-0[34]
Die Artikel-29-Datenschutzgruppe meldete in einer Stellungnahme am 13. April 2016 Bedenken gegen den Privacy Shield an. Die DatenschĂŒtzer fĂŒhrten aus, es liege weiter eine flĂ€chendeckende und anlasslose Ăberwachung der EU-BĂŒrger vor. Weiterhin werde das Datenaufbewahrungsprinzip nicht anerkannt. Dem vorgesehenen Ombudsmann fehle es â als Beamten des amerikanischen AuĂenministeriums â an der nötigen UnabhĂ€ngigkeit.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36]
Am 24. Mai 2016 hatte auch das EuropĂ€ische Parlament mit 501 zu 119 Stimmen in einem gemeinsamen EntschlieĂungsantrag die Kommission aufgefordert, den bekannten MĂ€ngeln des Privacy Shields abzuhelfen.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
Nachdem der neu gewĂ€hlte PrĂ€sident Donald Trump am 25. Januar 2017 eine Anordnung unterzeichnete, wonach die Geltung des Privacy Acts fĂŒr Personen, die keine US-amerikanischen Staatsangehörigen oder keine stĂ€ndigen rechtmĂ€Ăigen Einwohner der USA sind, ausgeschlossen sei,cite-ref-39[39] bezweifelte Peter Schaar, ob noch von einem âangemessenen Datenschutzniveauâ fĂŒr EU-BĂŒrger auszugehen sei.cite-ref-40[40]
Das EuropĂ€ische Parlament nahm am 6. April 2017 eine kritische Resolution zum Privacy Shield an. Die Mehrheit des Parlaments stellte darin erhebliche Defizite beim Datenschutz fest und hĂ€lt die Ăberwachungspraxis in den USA mit EU-Recht fĂŒr unvereinbar.cite-ref-41[41]
Bei der ersten Sitzung des EuropĂ€ischen Datenschutzausschusses im Januar 2019 wurde moniert, dass die Position des Ombudsmanns noch immer nicht dauerhaft besetzt sei; auch fehle eine Offenlegung seiner Befugnisse gegenĂŒber den Sicherheitsbehörden. Der Bundesdatenschutzbeauftragte bezweifelte, dass âder Ombudspersonmechanismus in der Praxis das erforderliche MaĂ an Rechtsschutz gewĂ€hrtâ, und forderte Abhilfe.cite-ref-42[42]
Weitere AngemessenheitsbeschlĂŒsse der EU-Kommission
Die EuropĂ€ische Kommission beschloss in weiteren FĂ€llen, dass andere LĂ€nder ein mit der EU vergleichbares Datenschutzniveau aufweisen. Stand Mai 2023 gab es 14 AngemessenheitsbeschlĂŒsse in Bezug auf den Datenverkehr mit Andorra, Argentinien, den britischen KronbesitztĂŒmern Guernsey, Isle of Man und Jersey, der dĂ€nischen Inselgruppe FĂ€röer, Israel, Japan, Kanada (nur fĂŒr kommerzielle Organisationen), Neuseeland, der Schweiz, SĂŒdkorea, das Vereinigte Königreich und Uruguay.cite-ref-43[43]
Literatur
âą Holger Bleich: FAQ: Das Ende des Privacy Shields. In: cât. Nr. 21, 26. September 2020, S. 176â177 (heise.de).
âą Robert Klecha: DatenĂŒbermittlungen in die USA nach dem Safe-Harbor-Urteil des EuGH. Eine Untersuchung unter besonderer BerĂŒcksichtigung des EU-US Privacy Shield. In: Schriftenreihe BeitrĂ€ge zu Datenschutz und Informationsfreiheit. Nr. 22. Verlag Dr. KovaÄ, Hamburg 2018, ISBN 978-3-339-10480-9.
âą Netzwerk Datenschutzexpertise (Hrsg.): Privacy Shield â Darstellung und rechtliche Bewertung. 7. MĂ€rz 2016 (netzwerk-datenschutzexpertise.de [abgerufen am 1. Oktober 2020]).
Weblinks
âą Privacy Shield â Website der US-amerikanischen Bundesregierung (englisch) zu den Absprachen mit der EuropĂ€ischen Union und der Schweiz
⹠EU-US-Datenschutzschild: HÀufig gestellte Fragen. In: EuropÀische Kommission. EuropÀische Union, 29. Februar 2016; abgerufen am 20. Juli 2020.
âą AngemessenheitsbeschluĂ der EU-Kommission. â im Amtsblatt der EU
âą Ăberblick zur Kritik am EU-US Privacy Shield â im Blog netzpolitik.org
Einzelnachweise
cite-note-0-11. â EuropĂ€ische Kommission stellt EU-US-Datenschutzschild vor: verbindliche Garantien zur Wiederherstellung des Vertrauens in den transatlantischen Datenverkehr. In: europa.eu. 29. Februar 2016, abgerufen am 29. Februar 2016.
cite-note-2-22. â Christiane Schulzki-Haddouti: EU-US-Datentransfer: EU-Mitgliedstaaten stimmen Privacy Shield zu. In: heise online. 8. Juli 2016, abgerufen am 10. Juli 2016.
cite-note-5-33. â DurchfĂŒhrungsbeschluss (EU) 2016/1250 der Kommission vom 12. Juli 2016 gemÀà der Richtlinie 95/46/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates ĂŒber die Angemessenheit des vom EU-US-Datenschutzschild gebotenen Schutzes (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2016) 4176) (Text von Bedeutung fĂŒr den EWR) , abgerufen am 28. Oktober 2016 Amtsblatt der EU, ABl. L 207 vom 1. August 2016, S. 1â112.
cite-note-3-44. â EuropĂ€ische Kommission lanciert EU-US-Datenschutzschild: besserer Schutz fĂŒr den transatlantischen Datenverkehr. In: europa.eu. 12. Juli 2016, abgerufen am 12. Juli 2016.
cite-note-55. â Martin Holland: Privacy Shield: Umstrittene Regeln fĂŒr Datentransfers in die USA treten in Kraft. In: heise online. 12. Juli 2016, abgerufen am 12. Juli 2016.
cite-note-66. â Urteil in der Rechtssache C-362/14 â Maximillian Schrems gegen Data Protection Commissioner, abgerufen am 29. Februar 2016
cite-note-77. â Stefan Krempl: EuGH kippt EU-US-Datenschutzvereinbarung âPrivacy Shieldâ. In: Heise Online Newsticker. 16. Juli 2020, abgerufen am 16. Juli 2020.
cite-note-bfdi-88. â Angemessenheitsbeschluss zum EU-U.S. Data Privacy Framework in Kraft getreten. In: bfdi.bund.de. 10. Juli 2023, abgerufen am 17. Juli 2023.
cite-note-1-99. â Einigung zwischen EU und USA: Safe Harbor heiĂt jetzt "EU-US-Privacy Shield". In: heise online. 2. Februar 2016, abgerufen am 29. Februar 2016.
cite-note-1010. â Kommission und Vereinigte Staaten einigen sich auf neuen Rahmen fĂŒr die transatlantische DatenĂŒbermittlung: den EU-US-Datenschutzschild. In: europa.eu. 2. Februar 2016, abgerufen am 29. Februar 2016.
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cite-note-1212. â Peter Schaar: Ist das âPrivacy Shieldâ endlich ein sicherer Hafen? In: heise online. 2. Februar 2016, abgerufen am 29. Februar 2016.
cite-note-1313. â Stefan Krempl: Privacy Shield: EU-Kommission veröffentlicht Text fĂŒr löchrigen Datenschutzschild. In: heise online. 29. Februar 2016, abgerufen am 29. Februar 2016.
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